Die MZ liefert Artikel, anhand derer Schüler ihre Lesekompetenz prüfen können. Dieses Mal geht es um den Regensburger Dom.
Lehrkräfte stellen fest, dass junge Leute zunehmend Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Texten haben. Doch über das Lesen werden in Texten gespeicherte Informationen in Wissen umgewandelt. Lesekompetenz ist somit eine wichtige Voraussetzung für das Lernen, den Erfolg im Beruf und die persönliche, gesellschaftliche Teilhabe.
Übungen HTML-Tags:
- Überschriften
- Absätze
- Einrücken
- Zeilenumbruch
- Horizontale Linie
- Texthervorhebungen
- Listen
Lesekompetenz stellt sich aber nicht von selbst ein, sie muss Schritt für Schritt angebahnt, geübt und gesichert werden. Wer lesekompetent sein will, muss nicht nur fähig sein, Texten selbstständig Informationen zu entnehmen und diese miteinander zu verknüpfen. Er muss zudem über ein Grundlagenwissen zu Texten, deren Inhalten, Strukturen und sozialhistorischer Dimension verfügen und basierend darauf über Texte reflektieren und begründete Schlussfolgerungen ziehen können. Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es gezielter Lesestrategien und Arbeitstechniken, die an Texten schrittweise geübt und dauerhaft gesichert werden sollen.
Deshalb bietet die MZ Woche für Woche verschiedene Texte an, an denen die Schüler all das üben können.
Das große Diözesan-Kinderchortreffen im Regensburger Dom am kommenden Samstag ist nicht in Gefahr. Die Veranstaltung kann wie geplant stattfinden, ebenso wie alle Gottesdienste oder Orgelkonzerte, versichert am Mittwoch Domprobst Dr. Wilhelm Gegenfurtner. Am Dienstag war er vom Leiter des Staatlichen Bauamts, Hans Weber, über Haarrisse am Südturm des Doms informiert worden. Unverzüglich wurden Absperrungen errichtet, um Fußgänger nicht durch abbröckelnden Sandstein in Gefahr zu bringen. Noch bevor ein Gerüst steht, ist klar: Dieser Sanierungsfall wird wieder Jahre in Anspruch nehmen.
„Da die Haarrisse an den vier etwa
Völlig überraschend traten die Risse und drohenden Abplatzungen nicht auf. Denn schon vor drei Jahren hatte die Staatliche Dombauhütte Schäden an den Bauteilen festgestellt. „Seitdem werden bei jährlichen Befahrungen der Süd- und Westfassade immer wieder Einzelteile abgenommen, die ein Gefährdungspotenzial beinhalteten“, verweist Baudirektor Weber auf bereits getroffene Sicherungsmaßnahmen.
Welches Ausmaß die Schäden am Südturm wirklich haben und welche finanzielle Dimension ihre Behebung haben wird, lasse sich derzeit nicht abschätzen, sagt Weber im Gespräch mit der MZ. Um das belastbar zu eruieren, muss zunächst ein Gerüst aufgebaut werden. „Erst wenn wir nahe genug herankommen, wird man sehen, welche Bauteile in welchem Ausmaß betroffen sind.“ Das Gerüst wird übrigens von oben nach unten gebaut – von der noch bestehenden Kanzel in
75 Meter Höhe bis auf eine Höhe von50 Meter über dem Boden.Klar ist bereits der Grund dafür, warum sich Steinteile lösen können und herabzustürzen drohen. Bei der bislang jüngsten Sanierung der Fialen im Jahr 1902 wurden Eisendübel und -klammern verwendet, um die filigranen Bauteile miteinander zu verbinden. Weil Sandstein wasserdurchlässig ist, rosten diese Metallteile. Der Rost vergrößert das Volumen der Eisenverbindungen auf das bis zu Neunfache – mit fatalen Folgen: „Die Dübel sprengen den Stein regelrecht, die Haarrisse sind erste Anzeichen dafür“, erläutern Hans Weber und Dombauhüttenmeister Helmut Stuhlfelder. Bei den Klammern ist es umgekehrt: Sie „quetschen“ den Stein und zerbröseln ihn mit der Zeit. Der obere Teil einer Steinverbindung verliert so den Halt und kann kippen. „Überall, wo diese Eisenverbindungen drin oder dran sind, gibt es Probleme.“ Wie dramatisch die Lage ist und wie schnell sich Steinbrocken mitunter lösen können, verdeutlicht der Dombauhüttenmeister an einem Beispiel: „Das reicht es vielleicht schon, wenn sich eine Taube draufsetzt.“ Es ist Gefahr im Verzug.
„Jahrzehnte haben wir darauf gewartet, dass das wunderschöne Westportal endlich offen ist – und jetzt steht wieder ein Zaun davor“, sagt Domprobst Gegenfurtner über die sofort ergriffenen Sicherungsmaßnahmen. „Das ist schade.“ Der Haupteingang für die Besucher wurde aus Sicherheitsgründen jetzt wieder auf die Südseite des Doms verlegt. „Die Gefahr besteht darin, dass die Steine aus sehr großer Höhe herabfallen“ , erläutert Gegenfurtner, der die nun unvermeidbaren Sanierungsarbeiten gelassen nimmt. Es passt zu diesem Dom, der ja quasi eine ewige Baustelle ist.“ Finanziert wird diese „ewige Baustelle“ vom Freistaat Bayern, der Inhaber des Regensburger Doms ist. Eine Besonderheit. überall sonst in Bayern sind die Bistümer im Besitz ihrer Kathedralen. Das Bayerische Kultusministerium hat seine Unterstützung für dienötigen Sanierungsarbeiten zugesichert. „Die Kosten kann man noch nicht abschätzen“, sagte Sprecher Ludwig Unger. Für die Finanzierung werde „eine entsprechende Lösung gefunden. Es sei „ein Kernanliegen“, den Dom in seiner Besonderheit zu erhalten.“
Laut Bauamtsleiter Weber beträgt das jährliche Budget für Sanierungsmaßnahmen am Regensburger Wahrzeichen rund
1,1 Millionen Euro . Eine Sonderzuwendung werde es nicht geben, was bedeute, dass Haushaltsmittel umgeschichtet und andere Projekte womöglich verschoben werden müssen.